Thorsten Brinkmann
“Casa Rotti”
This belongs to humanity
The Artfinder Gallery hosts Thorsten Brinkmann’s latest photographic installation, titled ‘Casa Rotti’. Three small chambers, which merge perfectly with Brinkmann’s depictive imagery, are created in order to elegantly prompt the insidiousness of his work. Self-indulging, frolicsome portraits signal accurately depersonalized guilt. The artist hides his face and meticulously poses with his corpus in order to embody humanity in a representation of a proud, apathetic dissoluteness.
‘It is the thought of being guilty, that makes us feel and behave as such’ Kierkegaard stated and to a certain extent this is the feeling propelled to the viewer through Brinkmann’s photographic installation – this morally suffocating, claustrophobic experience.
Most of the items – both structural and decorative - used in Brinkmann’s works are gathered up from the streets or institutions; a reutilization of socially rejected accessories, an aesthetical assemblage of decorative junk, which embellish the heroically modeling body.
“The personal has no place here. This belongs to humanity” is my motto for this exhibition.
Duration: 08.09. – 10.11.07
Christos Ganos ©
Hamburg 27.10.07
Thorsten Brinkmann
“Casa Rotti”
Es gehört zur Menschheit
In der Artfinder Galerie findet man Thorsten Brinkmanns neueste fotografische Installation mit dem Titel 'Casa Rotti'. Drei kleine Kammern, die perfekt mit Brinkmanns bildlich dargestellter Symbolik verschmelzen, sind geschaffen um die Hinterlist seiner Arbeit auf elegante Weise zu verstärken. Selbstnachsichtige, ausgelassene Porträts treffen punktgenau den Anblick von entpersonalisierte Schuld. Der Künstler verbirgt sein Gesicht und posiert mit seinem Körper äußerst penibel, um die Menschheit in einer Darstellung von stolzer, apathischer Liederlichkeit zu verkörpern.
`Es ist der Gedanke, schuldig zu sein, der dazu führt, daß wir uns gerade so fühlen und verhalten´ erklärte Kierkegaard, und dies ist gewissermaßen das Gefühl, das dem Betrachter durch Brinkmanns fotografische Installation entgegen getrieben wird - diese moralisch einengend, klaustrophobische Erfahrung.
Die meisten Gegenstände in Brinkmanns Werken - sowohl baulicher als auch dekorativ Art - sind auf der Strasse oder bei diversen Institutionen gesammelt; eine Wiederverwertung gesellschaftlich abgelehnten Accessoires, eine ästhetische Zusammenstellung dekorativen Schrotts, welche den heldenhaften Modellkörper schmückt.
"Das Persönliche gehört hier nicht hin. Dies gehört zur Menschheit."
Ausstellungsdauer: 08.09. - 10.11.07
ganos@plattformkunst-hh.de